Handelsgipfel per Telefon: Merz und Xi sprechen über Ukraine und
Wirtschaft – Welche deutschen Aktien jetzt profitieren könnten
Redaktion, aktiencheck.de
Am Freitagmittag überraschte die Bundesregierung mit einer
diplomatischen Nachricht von höchster Ebene: Bundeskanzler Friedrich Merz
(CDU) führte ein längeres Telefongespräch mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping.
Im Zentrum des Austauschs standen zwei der größten geopolitischen
Herausforderungen der Gegenwart: der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine
und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China.
Signal der Entspannung: "Partnerschaftliche Zusammenarbeit"
betont
Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius unterstrichen beide Staatschefs
die Bedeutung einer "partnerschaftlichen Zusammenarbeit" angesichts globaler
Krisen. Merz betonte insbesondere die Notwendigkeit eines "fairen Wettbewerbs"
und "Reziprozität" in den Wirtschaftsbeziehungen. Xi zeigte sich offen für weiteren
Austausch und bekräftigte die Rolle Deutschlands als zentralen Partner in
Europa.
Frieden als Wirtschaftsfaktor: Merz wirbt für Unterstützung westlicher
Friedensbemühungen
Ein weiterer Fokus lag auf dem Ukraine-Krieg: Bundeskanzler Merz
informierte Xi über gemeinsame Anstrengungen Europas und der USA, einen
Waffenstillstand zu erreichen. China, das bislang eine eher neutrale Rolle
eingenommen hat, könnte über seinen Einfluss auf Moskau zur Deeskalation
beitragen.
Welche deutschen Aktien profitieren von einer Annäherung an China?
Ein stabilerer und fairer Zugang zum chinesischen Markt wäre für
zahlreiche deutsche Unternehmen ein massiver Katalysator. Hier sind die
potenziellen Gewinner aus Anlegersicht:
Volkswagen AG (ISIN: DE0007664039)
Volkswagen erzielt rund 40 % seines Absatzes in China. Bessere
Marktbedingungen und Technologiekooperationen könnten sich direkt positiv auf
Umsatz und Marge auswirken.
Siemens AG (ISIN: DE0007236101)
Siemens ist tief in den chinesischen Markt eingebettet. Zusätzliche
Planungssicherheit und Investitionsanreize könnten das Industriegeschäft
nachhaltig stärken.
Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017)
Neue Medikamentenzulassungen und regulatorische Erleichterungen
könnten Bayers Gesundheitsgeschäft in China weiter voranbringen.
BASF SE (ISIN: DE000BASF111)
Mit dem Megastandort in Zhanjiang ist BASF einer der größten Investoren
in Chinas Chemieindustrie. Stabilere Beziehungen bringen mehr Sicherheit und
Wachstumschancen.
Mercedes-Benz Group AG (ISIN: DE0007100000)
China ist Kernmarkt für Premiumfahrzeuge. Fortschritte in Handel und
Kooperation dürften sich positiv auf Absatz und Lokalisierung auswirken.
MTU Aero Engines AG (ISIN: DE000A0D9PT0)
MTU profitiert vom globalen Flugverkehrsaufschwung. Aufträge
chinesischer Airlines und Wartungsverträge könnten zunehmen.
Fazit: Handelsdialog als Börsenbooster?
Das Telefonat zwischen Friedrich Merz und Xi Jinping markiert einen
diplomatischen Lichtblick. Kommt es zu konkreten Fortschritten in Handel und
Kooperation, dürften besonders exportstarke DAX-Werte mit China-Fokus davon
profitieren. Anleger sollten politische Entwicklungen genau verfolgen und gezielt
auf potenzielle Gewinner setzen.

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